„Legal Highs“ (LH oder LHs) ist ein Sammelbegriff für verschiedene Stoffe und Produkte, welche in unterschiedliche Kategorien eingeteilt werden können. Dieser englische Begriff ist dabei aus dem Wortteil „Legal“ für legal und „Highs“ etwa für Höhenflug zusammengesetzt. Es handelt sich also um legal erwerbbare und ebenfalls legal konsumierbare Drogen. In einigen Fällen kann sich die Legalität dabei aber auch auf den Konsum beschränken. Jedenfalls lassen sich – wenn man die Definition auch auf gesellschaftlich etablierte Drogen anwendet – auch Kaffee, Tabakwaren, Energydrinks und Alkohol in seinen verschiedenen Formen zu den „Legal Highs“ zählen. Illegal sind als „Legal Highs“ geführte Stoffe allerdings, wenn eine oder mehrere Zutaten in der Anlage II des Betäubungsmittelgesetztes (BtMG) aufgeführt sind (siehe unten).

Eine gewisse Popularität hingegen haben die sogenannten Räuchermischungen, Badesalze und einige Pflanzen erreichen können. Bei den Räuchermischungen handelt es sich um Mixturen aus Kräutern, die je nach erwarteter Wirkung und deren Intensität mit psychoaktiven Chemikalien versetzt sind. Die Anwendung findet dem Namen entsprechend über die Verräucherung statt, die Wirkung setzt nach einatmen des Rauchs – beziehungsweise der Mischung aus Raumluft und Rauch – ein. Badesalze fanden ihre erste große Erwähnung in den Medien, und diese vermittels eines stark negativ wirkenden Beispiels. Die Wirkung, ihre Intensität und die Handlungen des Konsumenten variieren auch bei den Badesalzen je nach Konsumierungsart, angewandter Menge und der psychischen und physischen Ausgangssituation des Konsumenten.

Zu den Pflanzen, die zu den „Legal Highs“ gehören, zählen viele Arten aus den Bereichen Kräuter, Kakteen, Sträucher, aber auch Lianen und andere exotische Exemplare. In Hinblick auf handelsübliche Kräuter und ihre Wirkungsspektren auf den menschlichen Organismus lassen sich somit auch verschiedene Tees als „Legal Highs“ bezeichnen. Darüber hinaus wirkt eine Großzahl an Pflanzen, die hierzulande nicht heimisch sind und meist über das Internet bezogen werden, nicht nur entspannend, sondern haben oft auch eine bewusstseinserweiternde Wirkung. Als halluzinogen lassen sich überdies die Auswirkungen von „Magic Mushrooms“ bezeichnen, getrocknete Pilze, die ebenfalls als „Legal Highs“ erwerbbar sind. Diese enthalten von Natur aus psychoaktive Substanzen und werden daher nicht mit Chemikalien versetzt.

Neben den frei erhältlichen Energydrinks, welche es in jedem Super- oder Getränkemarkt gibt, erhält man in „Legal Highs“-Shops auch solche, die noch intensiver und noch länger wirken. Auch in diesen Tränken finden sich – neben hoher Dosierungen von herkömmlichen Stoffen – exotischere Zutaten, die eben den gewünschten Effekt herbeiführen können. Andere Wachmacher und auch auf andere Weise auf den Körper wirkende Stoffe gibt es zudem in Pulver- und Tablettenform. Ein weiteres Wirkungsspektrum, das durch Produkte in verschiedener Form angeboten wird, gibt es in Form von Aphrodisiaken. Diese Artikel sollen die Lust auf Sex und auch das Empfinden während des Aktes steigern.

Eine weitere Form der „Legal Highs“, die zu der zuletzt genannten Kategorie gezählt wird, sind die sogenannten „Poppers“. Diese durch das Einatmen aufgenommenen Chemikalien-Mischungen gehen auf Medikamente zurück, die zur Behandlung von Atemwegserkrankungen inhaliert wurden. Sie haben eine gefäßerweiternde Wirkung und sorgen so für die vermehrte Durchblutung von Gehirn und Genitalien. Erregung und Empfinden werden durch diese Stoffe also kurzzeitig gesteigert.

Egal in welcher Form, „Legal Highs“ zielen immer darauf ab, dem Körper und dem Geist eine gewisse Erfahrung zu geben. Meist steht dabei die Entspannung beider Komponenten im Vordergrund, weshalb die „Legal Highs“ auch gern als Cannabis-Ersatz genutzt werden. Aber auch revitalisierende Wirkungen, Bewusstseinserweiterungen und die Belebung des Sexuallebens können bei den unterschiedlichen Produkten im Vordergrund stehen. Vor dem Kauf eines solchen Produkts ist es daher wichtig, sich ausreichend zu informieren.

Aktuell in der Anlage II des BtMG geführte Substanzen: JWH-018, JWH-019, JWH-093, CP 47, 497, CP 47, 497-C6, CP 47, 497-C8 und CP 47, 497-C9, m-CCP, 4-MMC, 4-FA, 1-Adamantyl(1-pentyl-1H-indol-3-yl)methanon, AM-694, Butylon, Ethcathinon, 4-FMC, 4-FMA, p-FPP, 4-Fluortropacocain, JWH-007, JWH-015, JWH-081, JWH-122, JWH-200, JWH-203, JWH-210, JWH-250, JWH-251, Methedron, PMEA, 4-Methylamfetamin, MBZP, MDPV, 4-MEC, Methylon, Naphyron, RCS-4, TFMPP und AM-2201

Mehr zu dem Thema Legal-Highs könnt ihr nachlesen unter: Informationen zu Legal-Highs auf Wikipedia