Liebe Leserinnen und Leser,

 

heute soll es mal wieder um den YouTube-Kanal Open Mind gehen. Das letzte Mal habe ich ja schon positive Aspekte in den einzelnen Videos gesucht und auch gefunden: es findet durch den Kanal und seine Videos eine gewisse Aufklärung statt. Zudem wird gezeigt, wie einfach es ist, an illegale Drogen zu kommen. Warum das gut ist? Weil Eltern und zuständige Behörden dann auch endlich mal aufwachen. Zudem werden Erfahrungsberichte und sogar Live-Aufnahmen von Trips gezeigt, welche realistisch sind und nicht so theoretisch wie Schulungsmaterial für Ärzte oder was auch immer oder Vorträge von Uniformierten in Schulen… Wie dem auch sei, ich habe auch negative Punkte gefunden.

 

Simon ist sehr von sich selbst überzeugt

 

Schon allein in seinem Video mit 15 Gründen, wegen derer man (alle) Drogen legalisieren sollte, kommt rüber, dass Simon sich und seine Ansichten ein bisschen zu unreflektiert in die Welt entlässt. Punkt Nummer 15 ist zum Beispiel: „Mein Körper, meine Entscheidung“. Damit setzt er voraus, dass jeder Mensch, jeder potentielle Konsument von Drogen also, seinen Körper, dessen Funktionen und Mängel kennt. Die bloße Entscheidung einen Löffel Koks in die Nase zu ziehen, ohne sich vorher über Dosierungen oder die eigene Herzkranzgefäßschwäche zu informieren, wird hier indirekt glorifiziert und verharmlost.

 

In einem weiteren Video, in dem der YouTuber über seine Entlassung aus einem Kino spricht, in dem er vier Jahre arbeitete, legt er zudem sein aktuelles finanzielles Debakel dar. Er zeigt, was er mit YouTube, mit Affiliate-Links und dank seines Sponsors verdient. Dann spricht er Überlegungen an, wie er mit noch mehr Sponsoren oder anderen passiven Einnahmen zu Geld kommen und sich weitere Drogen und Reisen leisten kann. Simon, wenn du das liest: wie wäre es mit Arbeiten? Immerhin versucht du dir hier eine passiv erwirtschaftete finanzielle Grundlage für illegale Aktivitäten zu schaffen… ist das, wie jemand mit Vorbildfunktion handeln sollte? Nein? Dann solltest du auch nicht darüber in Videos sprechen.

 

Das Thema Drogen wird verharmlost

 

In diesem Blog gehen wir in großem Maß auf negative Punkte unserer Arbeit ein. Wir berichten über rechtliches, über ordentliche Anwendungsweisen, wir zeigen auf, wie einzelne Räuchermischungen wirken, etc. Und wir stellen legale Räuchermischungen Online Shops vor. Wir zeigen, wo man Legal Highs legal und sicher kaufen kann. Bei Simon heißt es mit einem Augenzwinkern „kauft nicht in diesem und jenem (illegalen Darknet-) Shop“ und dann wird dessen Name noch einmal wiederholt und die Startseite eingeblendet.

 

Dem einfach gestrickten Zuschauer – und schaut man in die Kommentare, dann merkt man, wie viele das sind – kann man so etwas nicht vorsetzen. Es handelt sich bei den Zuschauern um überwiegend Minderjährige. Vielleicht kann Simon das mit seinen Viewer-Statistiken widerlegen, dann sollte er aber auch Fake-Accounts mit beachten… Oder einmal kurz gefasst: es findet eine großflächige Glorifizierung von Drogen, deren Händler und der Anwendung von Drogen statt. Es wird nicht genug auf Sicherheitsthemen, Vorsichtsmaßnahmen und Altersbegrenzungen eingegangen. Im Grund müsste jedes Videos des Kanals mit einer Altersbegrenzung daherkommen.

 

Es gibt noch mehr, was mich persönlich an Simon und seinen Videos stört, aber das würde hier den Rahmen sprengen. Ich verabschiede mich daher bis zum nächsten Artikel, in dem es dann ein Fazit zu „Open Mind“ gibt. Bis bald!