Liebe Leserinnen und Leser,

 

im vorletzten Artikel habe ich euch schon auf den YouTube-Kanal „Open Mind“ aufmerksam gemacht. Die Beschreibung des Channels, des Protagonisten und des Videoangebots habe ich recht kurz und überschaubar gehalten. Zudem habe ich mich auch von kurz entstandenen und wenig reflektierten Meinungen treiben lassen, die ich vorher hätte vielleicht besser ausformulieren sollen. Daher habe ich mich dazu entschlossen, dem Thema eine dreiteilige Reihe zu widmen. Im ersten Teil will ich auf die positiven Aspekte eingehen, die der Channel mit sich bringt. Im zweiten Teil soll es um die negativen Seiten gehen. Im dritten Teil schaue ich dann, was unterm Strich rauskommt.

 

Ein junger Konsument spricht und zeigt, was los ist

 

Dieser Simon also – quakige Stimme hin oder her – ist nicht nur Konsument von Drogen aller Art, sondern sieht sich selbst auch als eine Art Journalist an. Er nimmt den Zuschauer an die Hand und führt ihn zu diesem und jenem Thema hin. Allerdings verlässt er sich viel auf Informationen aus dem Internet und hat auch hier und da Fehler in seinen Videos, die er in der Postproduktion manchmal durch Texteinblendungen korrigiert. Alles in allem sorgt er aber dafür, dass der Zuschauer einen Einblick in das Thema Drogen bekommt. Zudem zeigt er auf, wie einfach es (auch für Stubenhocker) ist, an Drogen heranzukommen. Stichwort: Darknet.

 

Politische Ambitionen schimmern durch

 

Simon ist für die Legalisierung aller Drogen und führt dabei in seinem Video „WARUM MAN ALLE DROGEN LEGALISIEREN SOLLTE – 15 ARGUMENTE“ die genannte Anzahl an Argumenten auf. Auch in seinen weiteren Videos spricht er das Thema immer wieder an. Zudem ist er auf YouTube unter einer Menge Videos anderer User aktiv, um entweder nur zu kommentieren und sich damit bekannter zu machen, oder um – wenn es der Inhalt des Videos zulässt – Werbung für seine Forderungen zu machen. Das Gesamtbild zeigt, dass dieser junge Mann eine Meinung hat. Das ist grundsätzlich nicht schlecht.

 

Offener Umgang mit den Zuschauern

 

Neben Erfahrungsberichten und Live-Aufnahmen von Trips geht Simon auch in anderer Hinsicht ehrlich mit seinen Zuschauern um. Er erzählt teilweise aus seinem Privatleben, geht offen mit seinen YouTube-, Amazon-Affiliate- und Sponsoren-Einnahmen um und ist auch sonst eher jemand, der sich gern mitteilt und profiliert. Dabei ist er sehr überzeugt von dem, was er macht, was manchmal zu einer Überschwänglichkeit seinerseits führt.

 

Eine Art positives Fazit

 

Mit seinen Videos hält der YouTuber hinter dem Kanal „Open Mind“ der Gesellschaft einen Spiegel vor. Er zeigt, dass Drogen zu nehmen nicht gefährlich sein muss, und auch, dass es sehr einfach ist, an illegale Drogen heranzukommen. Egal welchen Alters der Zuschauer ist oder welcher Klasse er angehört: er bekommt hier eine Menge Material, das ihm die Augen öffnen kann. Zudem zeigt er, dass der War on Drugs nicht funktioniert und dass die Kriminalpolizei im Grunde machtlos ist. (Auch, weil sich einige Beamte schmieren lassen.)

 

Im nächsten Teil schauen wir dann mal auf die negativen Aspekte des Kanals… bis bald!