Liebe Leserinnen und Leser,

 

im Durchschnitt der deutschen Bundesländer schneidet Bayern im Hinblick auf augenscheinliche Unfälle und Todesfälle durch Legal Highs als Spitzenreiter ab. Dies kann man aber nicht vollends den Legal Highs zuschreiben, sondern auch einer Politik und Kultur, die in Bayern einfach mal grundsätzlich anders ist als im Rest der Republik. Man könnte ganz grob verglichen sagen: im Norden ist alles viel lockerer.

 

Mit der Zeit sammelt sich Wissen an

 

Wo kann man gute Räuchermischungen kaufen? Was sind eigentlich Legal Highs und wie werden sie genutzt? Sind Badesalze wirklich so gefährlich, wie man es ihnen nachsagt? Gibt es Ratgeber zum Bestellen von Räuchermischungen und anderen Legal Highs? Und ist es überhaupt legal, in Räuchermischungen Shops einzukaufen? Diese und viele weitere grundlegenden Fragen wurden in der Vergangenheit von uns und auch von vielen anderen Blogs und Portalen beantwortet. Seit 7 Jahren gibt es nun schon Legal High Räuchermischungen und andere Produkte auf dem Markt, was auch bedeutet, dass immer mehr theoretisches und praktisches Wissen vorhanden ist.

 

Man muss das Wissen auch schon vorher anwenden

 

Schon bevor man die erste Räuchermischung verdampft, sollte man sich Informationen suchen. Neben dem Internet gibt es bereits eine ganze Menge guter Printmedien. Aber zugegeben: die meisten Zeitungen und viele Bücher gehen lediglich auf negative Seiten ein, die nicht zuletzt durch Einzelfälle in das Licht der Aufmerksamkeit gerückt werden. Und diese Einzelfälle rühren im Umkehrschluss auch wieder aus einem Stadium der Unwissenheit her. An dieser Stelle möchte ich noch einmal Terrence McKenna zitieren:

 

Der erste Ort den du besuchst, bevor du eine neue Droge ausprobieren willst, ist die Bibliothek.“ – oder im Falle unseres Blogs das Internet.

 

Geh dorthin, wo kein Gras wächst

 

Zu kiffen ist im Bundesvergleich dort am schwersten, wo die Leute am häufigsten in Lederhosen herumlaufen. Zum Oktoberfest können sie sich besaufen wie die Weltmeister, aber an einen Dübel kommst du eher selten. Kein Thema also, dass die von den Medien als Cannabis-Ersatz bezeichneten Legal High Räuchermischungen dort einen großen Absatzmarkt finden. Nur sollten vor allem Erstanwender wissen, dass RMs bis zu 200 Mal stärker wirken als THC und zudem auch nicht fürs Rauchen vorgesehen sind. Wer das alles missachtet und sich so einen bauen will, wie er ihn mit echtem Gras in Berlin gesehen hat, der wird schlechte Karten haben.

 

Es steht doch alles in den Büchern, und ich habe Mittel wie niemals zuvor…“

 

Also, liebe Bayern… um euch und auch der Szene einen Gefallen zu tun, macht einen Schritt langsamer und informiert euch bevor ihr konsumiert. Im Bundesvergleich tauchen immer mehr Meldungen aus dem großen Bundesland mit der unverständlichen Sprache auf, dass „wieder ein Konsument von Legal Highs“ oder ein „Junkie auf Räuchermischungen“ umgekommen ist. Im Grunde kann man sich auch an Salz, Zucker, Bonbons oder Schokolade totfressen, aber es macht keiner, weil jeder weiß, wann genug ist. Und bei manchen Sachen muss man eben vorher nachfragen.

 

Bis bald!