Liebe Leserinnen und Leser,

 

wie ich bereits berichtet habe, so gibt es im Vereinigten Königreich neue Bestrebungen, um ein Generalverbot von Legal Highs durchzuboxen. Ganz vorne an kämpft Theresa May, die Innenministerin im UK, für dieses Gesetz. Was das für die Hersteller und Händler von Lachgas und Poppers bedeutet, das habe ich schon in dem letzten Beitrag dazu angedeutet. Nun schauen wir aber mal, was es für kleinere Unternehmer und Angestellte bedeuten kann, wenn dieser Gesetzesentwurf in dieser Form auch tatsächlich zum Gesetz wird. Nur so viel vorab: die Strafen liegen bei bis zu sieben Jahren Haft!

 

Was bedeutet das für Head Shops?

 

Für Head Shops bedeutet das ganz einfach das Aus. Im Vereinigten Königreich gibt es hunderte von diesen Läden und sie alle machen einen großen Umsatz mit dem Vertrieb von Legal Highs. Seien es nun Räuchermischungen, liquide Substanzen, Pülverchen, Tabletten oder ganz andere Sachen. Keiner von diesen Läden wird sich allein durch den Verkauf von Zubehör und Tabak über Wasser halten können. Denn wenn zum Beispiel Räuchermischungen vom (legalen) Markt verschwinden, dann sinkt natürlich auch die Nachfrage nach Bongs. Und ja, ich sage es nochmal: RMs werden nicht geraucht. Aber mal ehrlich, wir kennen alle die Wahrheit…

 

Diese Aussagen in Zahlen

 

Wer es gern etwas statistischer haben möchte, für den habe ich auch ein paar Zahlen parat. Es gibt im Vereinigten Königreich von Großbritannien mehr als 450 Head Shops – und das nicht nur auf den Straßen, die Online Shops für Legal Highs sind da auch mit reingerechnet. Das Gesetz, welches aktuellen Plänen nach im April nächsten Jahres in Kraft treten soll, würde wie gesagt das Aus für diese Läden bedeuten. Und damit auch für einen Wirtschaftszweig, der nicht gerade wenige Steuern abwirft. Die jährlichen Einnahmen der Shops werden auf 82 Millionen Pfund summiert; also 111,41 Millionen Euro. 40 Prozent davon gehen als Gewinn an die Händler. Das sind 32 Millionen Pfund bzw. 44,56 Millionen Euro. (Quelle: The Guardian)

 

Ein neuer Schwarzmarkt könnte entstehen

 

Das Problem der Schwarzmärkte, die durch Verbote entstehen, ist nicht neu. Am berühmtesten sind beispielsweise die Alkoholschmuggeleien in den USA in der Zeit der großen Prohibition oder der Cannabis-Schwarzmarkt, der aktuell vorherrscht. Und um auf diesen Markt zu kommen, kennt fast jeder einen Weg. Der War on Drugs ist in Bezug auf Cannabis ein Witz, der schon nicht mehr lustig ist… aber das ist ein anderes Thema. Legal Highs könnten ab April auf den Schwarzmärkten im UK florieren. Dann könnten sie auch nach Herzenslust gepanscht und teurer gemacht werden. Anstatt einer Kontrolle erwirkt der Staat hier nur wieder das Gegenteil: das Chaos.

 

In diesem Sinne… bis bald!