Liebe Leserinnen und Leser,

 

eigentlich will ich mich nicht ständig wiederholen. Aber bei einigen Themen scheint es echt immer wieder Anlässe zu geben, die eine Wiederholung von Tatsachen und Meinungen zur Notwendigkeit werden lassen. Seit einiger Zeit gehört auch wieder das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) dazu. Dieses beinhaltet, wie ich es schon mehrfach ausgeführt habe, unter anderem einige Listen mit Stoffen, die vom Gesetzgeber verboten wurden. Zu diesen gehören zuweilen auch die Wirkverstärker, die in Räuchermischungen eingesetzt werden.

 

Bisher gab es jährlich eine Aktualisierung dieser Listen. Und diese wurde dann auch meist längerfristig angekündigt und das zudem auf recht öffentlichen Stellen. Dieses Verhalten schien den Gesetzgebern und den Strafverfolgern nun aber zu offensichtlich zu sein. Wie soll man denn so tun, als würde man Verbrechen bekämpfen, wenn diese durch die vorzeitig veröffentlichen Änderungsverordnungen verhindert werden? Guter Gedanke!, dachten sich wohl einige schlaue Leute. Deshalb kamen die Informationen der letzten Änderungsverordnung wahrscheinlich auch erst am 22. Mai 2015 unter das Volk – und sie trat bereits zum 23. Mai in Kraft.

 

Warum ist das für den Anwender von Räuchermischungen gefährlich?

 

Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich die Justiz und die Hersteller von Räuchermischungen ein Katz und Maus Spiel liefern. Der eine verbietet etwas, der andere ersetzt es – und so weiter. Aber wozu führt das? Es führt dazu, dass neue Räuchermischungen auch neue Wirkstoffe enthalten. Wenn nun kurzfristig, und zudem auch noch mehrmals im Jahr, Aktualisierungen in der Verbotsliste vorgenommen werden, dann muss auch kurzfristiger umgeplant werden, was die Produktion angeht. Und wenn es um Geld und Zeit geht, dann verschlechtert sich natürlich auch die Qualität und irgendwann sind die Wirkstoffe einfach nur die letzten legalen und alles andere als sicher.

 

Was wäre eine Alternative?

 

Wie ich es schon mehrmals bemerkt habe: Aufklärung! Anstatt immer weiter zu verbieten und zu jagen sollten die verantwortlichen Organe dafür sorgen, dass die Bevölkerung zu den Produkten und Stoffen aufgeklärt wird. Zudem sollten jene Wirkstoffe herausgesucht werden, die am wenigsten gesundheitsschädlich sind. Diese sollten für Räuchermischungen zugelassen werden. Ein kontrollierter Umgang mit der Thematik eben – ein erwachsenes und vernünftiges Handeln. Wenn nötig, dann soll der Staat eben Steuern auf Räuchermischungen erheben, so wie er es bei Alkohol und Tabakwaren macht. Das sind im Grunde auch nur legale und gesundheitsschädliche Drogen.

 

Was wäre die beste Alternative?

 

Wir wissen alle, warum Räuchermischungen so beliebt sind. Bei den meisten geht es darum, legal eine starke Alternative zu anderen Drogen zu bekommen. Und dabei wäre es zumindest in Hinblick auf Cannabis und weitere pflanzliche / natürliche Drogen ein Leichtes, Legalisierungen im Zusammenhang mit Aufklärung und Reglementierung durchzuführen. Sogar eines der christlichsten und anderweitig konservativsten Länder der Erde hat in vielen Teilen Cannabis legalisiert: die USA.

 

Wir sollten uns also nicht nur in Kriegsdingen und im Hinblick auf die Prohibition und den War on Drugs am großen Bruder orientieren, sondern zur Abwechslung auch mal Aspekte betrachten, die er gut macht. Gras macht eh die Runde, so oder so. Warum den Markt also nicht legal gestalten?

 

Bis bald!