Liebe Leser und Leserinnen,

 

diesen Artikel schreibe ich, um eine Fortsetzung des Artikels über Terence McKenna zu schaffen. Wie ich im letzten Artikel, in dem es um diesen Mann ging, schon darlegte, war McKenna in seiner Zeit führend in der Erforschung psychodelischer Substanzen. Und auch heute kann man noch auf einen großen Wissensfundus zurückgreifen, der auf diesen Mann zurückgeht. Allerdings bringt das alles nichts, wenn die Wissensbeschaffung im Verborgenen stattfinden muss. Denn wer sich ernsthaft und vielleicht auch in Vorbereitung auf den eigenen Trip Wissen aneignen will, der muss mit umfangreicher und andauernder Kritik rechnen. Das liegt vorrangig an der medialen Berichterstattung aber auch an den aktuellen Gesetzen und Verordnungen. (Beide beruhen natürlich auf ernstzunehmenden Folgen des Drogenkonsums, die es immer zu berücksichtigen gilt!)

 

Letztere haben natürlich den Nutzen, Menschen vor unüberlegten Handlungen zu schützen. Fakt ist, dass wohl mehr Leute Schäden von Pilzen und anderen (illegalen) Drogen davontragen würden, wenn diese von Jetzt auf Gleich und ohne Überwachung legalisiert werden würden. Hier stellt sich aber die Frage für den geneigten Leser: Wie gehen wir mit der Situation um und auf was will der Autor jetzt eigentlich hinaus? Das will ich euch verraten:

 

Meiner Meinung nach bedarf es einem Dialog zwischen Gesetzgebern, Sachverständigen (Ärzte, Wissenschaftler, etc.) und Interessensverbänden. Letztere sollten idealer Weise sachlich und trotzdem auf die Bedürfnisse ihrer Klienten eingehend argumentieren, warum die Nutzung mancher Substanzen für einige Menschen wichtig oder zumindest interessant ist. An einem solchen runden Tisch mit den Vertretern der verschiedenen wichtigen Institutionen sollte dann darüber gesprochen werden, wie man Drogen, Highs, oder wie man es eben nennen will, für Menschen sicher und kontrolliert zugänglich machen könnte.

 

Aber warum das ganze? Nun, der sogenannte „War on Drugs“ dauert jetzt schon Jahrzehnte an und das einzige, was sich bei diesem Thema wohl wieder und wieder ändern wird, das sind die Methoden, wie die Drogen an den Mann und die Frau gebracht werden. Möchte man Drogen effektiv aus dem öffentlichen und privaten Leben verbannen, dann müsste man (nach aktueller Vorgehensweise) einen Polizei- und Überwachungsstaat etablieren, in dem an jeder Ecke Personenkontrollen durchgeführt werden und in dem jedes Verkehrsmittel, jeder Koffer, jede Hosentasche Tag und Nacht offenzulegen ist. Und dieser Staat müsste weltweit etabliert werden. Und wer will das schon?

 

Deshalb wäre es wesentlich sicherer und für das öffentliche Miteinander verträglicher, wenn das Thema Drogen, Highs, Legal Highs, etc. nicht dämonisiert werden würde, sondern als ein Thema von Wichtigkeit diskutiert. Denn wie kann ein Staat den illegalen Handel von Substanzen besser bekämpfen, als ihn sich zu eigen zu machen – von mir aus vermittels Fixerstuben, in denen Menschen kontrolliert und unter ärztlicher Aufsicht Magic Mushrooms zu sich nehmen. Natürlich mit vorherigen Verträglichkeitstests und unterzeichneter Unterlassungserklärung, etc.

 

Zusammenfassend möchte ich sagen: Meiner Meinung nach wäre das Hervorholen des Wissens rund um Drogen verschiedenster Art sowie die Diskussion um die teilweise Legalisierung und die überwachte Nutzung ein besserer Weg, dem Thema zu begegnen, als der „War on Drugs“, der anscheinend nicht funktionieren will. Jedenfalls nicht in dem Maße, in dem er funktionieren soll.

 

Natürlich obliegt es den Entscheidungsträgern und Machtinhabern dieser Erde, die entsprechenden Maßnahmen einzuleiten und vielleicht Alternativen zum aktuellen Verhalten zu nutzen – ich sehe mich hier nur als kleiner Blogger, der auch mal ein Advocatus Diaboli sein und die Welt damit ein bisschen besser machen möchte.

 

Bis bald!