Liebe Leser und Leserinnen,

 

heute beschäftigen wir uns einmal mit einem recht heiß diskutierten Thema in Sachen Legal Highs: Mit den sogenannten Badesalzen. Aber warum ist das Thema so umstritten? Die Gründe dürften in den Inhaltsstoffen, den teilweise recht heftigen Wirkungen und den Meldungen, die dementsprechend durch die Medien gingen und gehen, liegen.

 

Badesalze sind dabei nicht klar definierte Stoffe, die aber meist in kristalliner oder ähnlicher Form vertrieben werden. Den Namen hab sie nicht wirklich von ihrer Verwendung als Badesalz, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach, weil sie unter anderem als „Badesalz“ sowie aber auch als „Raumerfrischer“, „Duftsalze“ oder was auch immer verkauft werden. Dieses Verhalten von Shops ist weder neu noch rätselhaft, denn so werden die Stoffe legal vertrieben, was als Stoff für den menschlichen Konsum nicht möglich bzw. illegal wäre. Die erste große Erwähnung der „Badesalze“ brachte somit auch große Verwirrung in den Medien sowie in der Gesellschaft, welche logischer Weise nicht so viel Ahnung von Legal Highs hat, wie die Leser dieses Blogs. Die genannten Gruppen dachten damals offensichtlich tatsächlich, dass „normales“ Badesalz von den jeweiligen Menschen, von denen berichtet wurde, konsumiert worden war.

 

Die Wirkung der Badesalze ist dabei fast immer energetisch, was an den in ihnen steckenden synthetischen Cathinonen liegt. Bisher wurden in Badesalzen gut ein Dutzend dieser chemischen Stoffe nachgewiesen. Die meisten, wenn nicht alle, sollen dabei die Wirkung der Blätter des Khatstrauchs simulieren. Die auch „Abessinischer Tee“ oder kurz „Kath“ genannte Pflanze bildet und speichert in ihren Blättern nämlich Cathinone und wird vor allem in Teilen Afrikas aufgrund ihrer anregenden Wirkung konsumiert. In manchen Gebieten gilt sie dabei als Alltagsdroge, so wie hier der Kaffee als Alltagsdroge etabliert ist. Die Wirkung der pflanzlichen Cathinone ist dabei vergleichbar mit der des Koffeins. Kath ist in ihrer reinen und pflanzlichen Form ein sehr leichtes Rauschmittel.

 

Aufgrund dieser für manche Menschen augenscheinlich „zu schwachen“ Wirkung wurden die Wirkstoffe chemisch nachgeahmt und konzentriert in die sogenannten Badesalze gebracht. Die Einnahme der Badesalze erfolgt dabei durch Schnupfen (Pulver), Schlucken (Pulver oder Kapseln), durch Spritzen von Lösungen oder durch das Rauchen mit Tabak. Erfahrungsberichte lassen auf eine stets euphorisierende und energetische Wirkung schließen. Zudem sollen der Drang nach Sozialisierung und der Sexualtrieb durch Badesalze gesteigert werden.

 

Neben der Tatsache, dass viele der Cathinone laut BtMG der Bundesrepublik Deutschland sowie auch durch Gesetze und Verordnungen in anderen Ländern nicht für private Zwecke legalisiert sind, sind es vor allem die gesundheitlichen Risiken, die der Konsum der Badesalze mit sich bringt, welche diese Highs so umstritten machen.

 

Hier ein paar mögliche Risiken, die sich aus dem Konsum bzw. aus der Überdosierung von Badesalzen ergeben:

 

  • Aggressionen

  • Anstieg der Körpertemperatur / Fieber

  • Halluzinationen und Wahnvorstellungen

  • Herz-Kreislauf-Probleme

  • Krämpfe und Muskelschäden

  • Paranoia und Panik

  • Nierenschäden und Nierenversagen

 

Ich denke, es gibt für die Energiegewinnung wesentlich bessere Mittel und vor allem auch pflanzlichere Mittel, die einen ähnlichen und reineren Effekt haben. Wenn ihr euch für Legal Highs entscheidet, dann schaut, dass ihr weder eure Gesundheit, noch eure Sicherheit sowie die Sicherheit von anderen aufs Spiel setzt. Es gibt zudem auch Legal Highs, deren Konsum nicht verboten ist und die ordentlich kicken. Seid vorsichtig!

 

Bis bald!