Liebe Leser und Leserinnen,

 

heute möchten wir uns mal nicht (ausschließlich) mit Substanzen, die man in die Sparte der „Legal Highs“ einordnen kann, sowie ihren Wirkungen und ihrer Legalität beschäftigen, sondern mit einem Mann, an dessen Namen man bei der tiefergehenden Recherche zum Thema nicht vorbei kommt. Dieser Mann war Terence McKenna und er wurde am 16. November 1946 in den USA geboren. Ebenfalls in den USA starb er auch, am 3. April 2000. McKenna gilt als Wegbereiter der Ethnopharmakologie, also der „Wissenschaft vom Studium der Pflanzen in Bezug auf ihre Verwendung durch den Menschen“. Zudem hat er sich zeitlebens ausführlich mit psychodelischen Pflanzen auseinandergesetzt sowie mit den Themen des Schamanismus.

 

McKenna prägte unter anderem den Satz „Der erste Ort den du besuchst, bevor du eine neue Droge ausprobieren willst, ist die Bibliothek.“, welcher mit „…oder eine vertrauenswürdige und gut recherchierte Internetseite.“ ergänzt werden könnte. Dieses Zitat, das dürfte den aufmerksamen Lesern dieses Blogs klar sein, kann ich so unterschreiben, wie es gesprochen wurde. Wer Substanzen zu sich nimmt, ohne sich über sie zu informieren, der setzt mehr als nur einen guten Trip aufs Spiel.

 

McKenna hat dabei selbst das erste Mal in seinen Jugendjahren Erfahrungen mit psychodelischen Stoffen gemacht. Sein erster Trip soll auf den Samen der Himmelblauen Prunkwinde gewesen sein. Die botanisch Ipomoea tricolor genannte Pflanze enthält unter anderem LSA, das ähnliche Wirkungen zeigt wie LSD. Seine Studien führten ihn anschließend nach Japan, Jerusalem, Nepal, Indonesien und nach Südamerika. In Kolumbien suchte er 1971 nach der Zusammensetzung und den Zutaten für einen psychodelischen Trunk namens „Oo koo hé“, der angeblich schon seit tausenden von Jahren verwendet werden soll. Allein, er findet nicht, was er sucht. Trotzdem macht er viele Erfahrungen mit Ayahuasca (einer Lianen-Art) und diversen Pilzen. Jene Reisen am Amazonas legten den Grundstein für McKenna, sein Leben den psychodelischen Substanzen zu widmen.

 

Vor allem in den 1980ern wurde er zum berühmten und beliebten Redner in der Szene und sozusagen zum Advocatus Diaboli, da das Thema aus reichlich Negativgründen schon immer und auch bis in die heutige Zeit von vielen Seiten verteufelt wird. Vor allem von den Medien ist keine neutrale Diskussion zu erwarten, da sich Negativmeldungen sowie ein klares Feindbild besser verkaufen. Wie mit allen Dingen, so sollte auch in Hinblick auf dieses Thema mit einer umfangreichen Aufklärung ein Wissen geschaffen werden, das dabei hilft, Menschen Klarheit zu bringen. Warum ist etwas verboten, vor was will man die Menschen schützen? Warum nehmen Menschen diese Substanzen trotzdem, was ist (für sie) das Gute daran? Das sind meiner Meinung nach Fragen, die gestellt und beantwortet werden müssen. Die Antworten sind – auch wieder meine Meinung – sicherlich besser und einleuchtender als jede Art von Verboten.

 

Im Jahr 1995 hat McKenna über das Internet orakelt: „Das Internet wird als Technologie genutzt werden, um uns gegenseitig das Innere unseres Kopfes zeigen. Um uns gegenseitig unsere Träume zu zeigen.“ Schon alleine als Blogbetreiber kann ich gar nicht anders, als auch hier zuzustimmen. Ich hoffe, dass das Internet auch in Zukunft dazu führt, Licht in die dunklen Ecken des Wissens zu bringen.

 

 

Bis bald!