Liebe Leser und Leserinnen,

in diesem Blogeintrag möchte ich ein bisschen was zu Kanna schreiben. Einige von euch – also jene, die auf dem Gebiet der Legal Highs schon bewandert sind – kennen diesen Stoff bzw. die Pflanze vielleicht schon. Aber vor allem für jene, die gerade erst in das Thema einsteigen, möchte ich diesen Blogeintrag verfassen. Denn im Bereich der Legal Highs ist nichts so schwer, wie verlässliche Informationen zu finden. Und daher will ich nun ein paar Fakten zu Kanna wiedergeben, die ich während meiner Recherche herausgefunden hab. Vielleicht ist ja auch die eine oder andere Neuigkeit für die alten Hasen dabei 😉

Was ist also Kanna?

Kanna ist eine Bodendeckpflanze, selten eine Kletterpflanze aus dem Süden Südafrikas. Ihr wissenschaftlicher Name ist Sceletium tortuosum. Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde die Pflanze 1753 vom schwedischen Naturforscher Carl von Linné, dem Begründer der binären Nomenklatur. Bereits das südafrikanische Volk der Khoi Khoi wusste von der medizinischen Wirkung der Kanna-Pflanze und fermentierte und / oder trocknete sie, um sie ideal anwenden zu können. Dabei verwendeten sie sowohl die drei bis vier Zentimeter langen und einen bis eineinhalb Zentimeter breiten fleischigen Blätter, aber auch die Stängel. Die unterirdischen Teile verwendeten sie nicht. Zur Anwendung kam die Kanna durch Kauen, Verräuchern oder Schnupfen.

Auch nach der Besetzung Südafrikas durch die Niederländer wurde Kanna verwendet, um Bauchschmerzen zu bekämpfen und um Ängste sowie Depressionen zu lindern. Schnell lernten auch die Niederländer, die Kanna zu nutzen, und eigneten sich die verschiedenen Anwendungsmethoden an. Die häufigste Anwendung in den Koloniemächten war danach das Kauen von Kanna. Die Niederländer nannten es Kougoed, die Deutschen dementsprechend Kaugut. Zu den genannten Wirkungen kommt noch hinzu, dass Kanna in niedrigen Dosen beruhigend und in höheren Dosen euphorisierend wirkt.

Wo bekomme ich Kanna her und wozu verwende ich es?

Bei den oben genannten Beschwerden könnt ihr Kanna sicherlich durch einige Ärzte beziehen. An sich ist es nämlich als Arzneimittel eingestuft, unterliegt in Deutschland aber nicht dem Arzneimittelgesetz. Das heißt, wenn es nicht als Arzneimittel oder anderweitig für den menschlichen oder tierischen Konsum beworben wird, darf es verkauft / gekauft werden. Treue Leser des Blog fragen sich jetzt vielleicht: Schon wieder eine Grauzone betreten? Tja, nur wenn ihr Kanna unbedingt kaufen wollt und dann auch noch von dort, wo es als Konsumgut beworben wird.

Natürlich gibt es – vor allem bei hoher Dosierung – auch noch andere Wirkungsspektren. Die Wegnahme von Angst und Stress sowie die Steigerung des Selbstwertgefühls sind da nur die Grundlage. Ein euphorisches Gefühl wird bei Kanna-Konsum auch beschrieben. Auch wird die Wirkung von Cannabis durch Kauen von Kanna verstärkt. An dieser Stelle möchte ich aber wieder auf meinen Eintrag zum Mischkonsum hinweisen.

In vielen Legal High Shops und sogenannten Smartshops im Internet findet man trotz der Rechtslage oben beschriebene Angebote, aber auch Samen, um die Pflanze, die durchaus auch als Zierpflanze geeignet ist, zu züchten. Das sollte nicht verboten sein. Neben Pflanzenteilen werden aber auch Pülverchen angeboten, die entweder verräuchert oder in Tee gerührt werden können. Wenn ihr Kanna als Legal High kaufen wollt, dann achtet also auf die Beschreibung des Shops und auf die aktuelle Rechtslage.

Bis bald