Liebe Leser und Leserinnen,

heute wollen wir uns mal mit den sogenannten Happy Caps beschäftigen. Dazu gleich zu Anfang die Frage: Was sind „Happy Caps“? Die fröhlichen Kapseln sind in kleinen Tütchen verkaufte Kapseln (vier Kapseln je Tütchen), in denen Wirkstoffe stecken, die je nach Art und Dosierung bestimmte Wirkungen auf den Anwender haben. Das klingt ein bisschen nach Medizin und im Grunde genommen sind Legal Highs ja auch irgendwie Medikamente. Man nimmt sie, um einen bestimmten Effekt auf Körper und Geist zu erwirken, der vermittels der normalen Nahrung, etc. nicht erreicht werden kann. Das kommt der Medizin schon recht nahe, oder?

Nun geht es aber um die verschiedenen Happy Caps als Legal Highs. Auf der offiziellen niederländischen Seite, die auch auf Deutsch aufrufbar ist, werden fünf verschiedene Produkte angeboten:

  • Trip-E (psychodelische Wirkung)

  • Loung-E (entspannende Wirkung)

  • Sex-E (lustvolle Wirkung)

  • Space-E (energetische Wirkung)

  • Euphor-E (aufmunternde Wirkung)

In den verschiedenen Legal High Online Shops findet man teilweise bis zu neun verschiedene Happy Caps Versionen, von denen einige aber „ausverkauft“ sind oder einfach andere Namen haben, als jene, die auf der offiziellen Seite angeboten werden. Dabei handelt es sich in den Shops aber nicht um Nachahmungen, sondern um Restbestände. Auf der offiziellen Happy Caps Seite ist beispielsweise der Hinweis zu finden, dass Euphor-E vorher Smile-E hieß. Es sei zudem das „echte ‚Happy‘-Cap“, was darauf schließen lässt, dass mit diesem Produkt die ganze Reihe begründet wurde.

Neben allen Wirrungen um die Namen, die sich anscheinend immer mal ändern, und um die Produktpalette, die augenscheinlich auch von Zeit zu Zeit überarbeitet wird, schauen wir nun einmal, was die Happy Caps so besonders macht. Neben der einheitlichen Aufmachung gibt es von jeder Sorte vier Kapseln in einer Verpackung. Die Tageshöchstmenge beträgt allerdings nach Hersteller- und Shop-Angaben zwei Kapseln. Es handelt sich also hier um sehr starke Legal Highs, die stark wirken und dabei niedrig dosiert werden.

Das Geheimnis dieser Legal Highs liegt – wie bei den anderen auch – in ihren pflanzlichen Äquivalenten zu synthetischen Drogen und anderen pflanzlichen Stoffen, deren Wirkung und Intensität über die des grünen Tees hinausgehen:

  • Das Trip-E zum Beispiel beinhaltet Samen der Hawaiianischen Holzrose. Diese Samen enthalten Lysergsäureamid (LSA) und das wirkt ähnlich wie sein Namensvetter Lysergsäurediethylamid (LSD).

  • Das Loung-E enthält Kratom (siehe früherer Blogeintrag) und Theobromin. Letzteres kommt zum Beispiel in Kakaobohnen und Tee vor und wirkt gefäßerweiternd sowie relaxierend auf das glatte Muskelgewebe.

  • Sex-E enthält unter anderem L-Arginin (gefäßerweiternd), Epimedium grandiflorum (Auszüge aus der „Elfenblume“, welche sexuell stimulierend wirken) und andere ähnliche Wirkstoffe.

  • Space-E enthält wieder die Hawaiianischen Holzrosensamen, Koffein sowie Theobromin und Vitamin B6.

  • Das ehemalige Ausgangsprodukt Smile-E, das jetzt Euphor-E heißt, enthält Guarana (bekannt aus vielen Energy Drinks), Kanna (wirkt in niedrigen Dosen beruhigend, in hohen Dosen euphorisierend), Theobromin und Synephrin (stoffwechselfördernd)

Ich hoffe, ich konnte euch mit dieser kleinen Übersicht einen Einblick in die Welt der Happy Caps geben. Zu einzelnen Inhaltsstoffen wird es in der Zukunft wahrscheinlich noch Blogeinträge geben. Außerdem findet ihr auch bald einen Erfahrungsbericht zum Brain-E. Dieses wird zwar nicht mehr auf der offiziellen Happy Caps Seite geführt, aber noch in einigen Legal High Online Shops verkauft.

Bis bald!